Sonntag, 25. Dezember 2011

HP Proliant N40L goes 12TB mit >100MB/s write speed

Aufm Tripp der eigenen NAS Welt, habe ich mit grosser Begeisterung das kaum veränderte HP Proliant N40L gekauft. Grund dazu war, dass ich noch einen 3ware 9650SE-4LPML Raid Controller hatte und bereit war, für ein Experiment mit Disc Grössen von 3TB. Gesagt getan. 


Die N40L hat nun 8GB RAM's wobei auch 4GB reichen. Für eine Home NAS welches ein Tick übergetuned ist, reichen 4GB völlig. 


Zur Sache: Da per BIOS es nicht möglich ist, ein Windows Server 2008 R2 oder Home Server oder Storage Server Essentials eine SystemPartition mit >2TB zu erstellen (GPT -> da kein UEFI BIOS), wich ich auf eine SSD Disc aus und zwar der INTEL 500er Serie. Es reicht hier auch völlig eine 250GB Disc aus, welche meistsens schon mit dabei ist. Diese schliesst Ihr dann per normales S-ATA Kabel direkt aufs Motherboard an. Denn diese 250GB Disc verwendet Ihr "ohne RAID" als Bootpartition! Möglich ist natürlich auch, ein USB Stick on Board zu montieren, von welchem Ihr dann ein Windows 7 von bootet! ;) Einfach eine heisse Braut diese N40L.. Qual der Wahl. 


Ich entschied mich für als Bootpartition die SSD Disc INTEL 500er Serie zu nutzen. ACHTUNG: Nutzt Ihr Windows Storage Server Essentials 2008 R2 oder Home Server, wo steht Mindestvoraussetzung 160GB, dann schaut dass die Disc grösser als 160GB ist, ansonsten stoppt das Setup! ;) 


Nun gut, als Festplatten habe ich die üblichen Western Digital Green (WD30EZRS) mit folgenden Eckdaten:
   


Produkte-Nr: WD30EZRX
Schnittstelle: SATA-3 
Kapazität: 3TB
Zugriffszeit: 8.9ms
Buffer Size: 64MB
Formfaktor: 3.5 Zoll
Umdrehungen: IntelliPower (5400-7200rpm)
Features: NCQ, Green Power


 Die Eckdaten des Kontrollers sind auf folgendem Link erreichbar: 3ware9650SE-4LPML

Die Intel SSD Disc kam mit einem Montage Set für 5.25 Schacht. Musste lediglich noch die Halterungen montieren. So siehts aus:




Anschliessen des S-ATA Kabels (SSD Disc) direkt am Mainboard


Das Backplane Kabel steckt Ihr direkt im 3ware Controller ein

Ich entschied mich für Windows Server 2008 R2. Da ich hier auch auf meine 120GB SSD installieren kann. Bevor ich jedoch das OS installierte, konfigurierte ich im 3ware RAID Controller das RAID5. Überraschung, es werden alle einzelne Discs als maximal 768GB Kapazität angezeit (jede einzelne Disc als 768GB). Ups,.... Die Lösung war, die aktuellste Firmware des 3ware RAID Controllers einzusetzen. ;) 


Ich nutze dazu einen USB Stick, welchen ich als FAT formatiert habe und dann damit boote und die update.bat ausführe. 

Nach dem Reboot des Servers, siehe da, die Discs werden mit 3TB Kapazität erkannt. :) Somit hat man dann fast 9TB RAID5. :) 

Nun installiert man den Windows Server 2008 R2 oder Windows 7. Man kann die Treiber bereits installieren für den 3ware Controller, welche Ihr hier herunterladen müsst -> driver_win-9.5.4_.zip

Jedoch entschied ich mich dies später zu tun. 

OS installiert und danach den 3ware RAID Controller Treiber installiert. Jetzt in Datenträgermanager die Partition formatiert auf GPT (GPT unterstützt Partitionen >2TB) und mit 16 Kilobytes Zuordnungseinheiten, da ich grosse Dateien darauf kopiere (zb. Backups).


So, zu letzt möchten wir per WebManagement sehen, wie der Status unserer Discs ist. Dazu installieren wir die Software -> 3DM2_CLI-Win_10.2.1_9.5.4.zip .

Um auf die Console zu kommen öffnen wir das Symbol im Startmenu oder öffnen von irgendwo im LAN den Internet Explorer und geben folgendes ein:

https://ip-adresse des servers:888

Zertifikatmeldung (-warnung) ignorieren und voilà, schon ist man im Loginfenster. Hier die Standardpasswörter eingeben für den Login und schon sind wir drinn. :)

Falls Ihr die Windows Firewall aktiviert habt, müsst Ihr natürlich eine Firewallausnahme erstellen. Dafür habe ich ein Script erstellt, welches die 3dm2.exe freischaltet für Remote Verbindungen (Traffice IN)

Hier die Batchdatei, welche man als Administrator ausführt:


oder Ihr gebt folgenden Befehl in der CMD ein:

netsh advfirewall firewall add rule name="3ware Remote Management" dir=in action=allow program="%programfiles%\3ware\3DM2\3dm2.exe" enable=yes

Nachdem Ihr die Batchdatei ausgeführt habt oder den Befehl eingegeben, sollte es in den Advanced Settings der Firewall wie folgt aussehen:  


Nun könnt Ihr Remote auf den Status Eures RAID Arrays zugreifen.

Die Performance

Nutzt man den integrierten Windows Broadcom NetXtreme I Treiber, bekommt man folgende Performance Charts bei Total Lenght 256MB:


Wenn ich zb eine 18GB Grosse Datei auf dem NAS hochlade, dann bekomme ich immer 103MB/s. Download bei 80-85 MB/s .

Beim herunterladen der letzten Verfügbaren Treiber bei Broadcom, und der Aktivierung von Chimney und RSS, holt man beim Lesen noch einiges raus. Hier der Vergleich mit vorher 256MB zu 1GB. Beim Lesen fahre ich nun mit bis zu 103 MB/s! Toll nicht? Und dies nur mit drei Kleinigkeiten.

                 

Die aktuellen Treiber bekommt Ihr bei Broadcom oder in diesem Test benutzte Treiber von mir und zwar bei diesem Link: 



Um das Chimney zu aktivieren sowie das Receive Side Scaling geben wir folgendes in der Eigabeaufforderung ein (cmd.exe):


netsh int tcp set global chimney=enabled  

und aktivieren noch das RSS

netsh int tcp set global rss=enabled

Wichtig ist, dass im Netzwerkkartentreiber das RSS aktiviert ist:






Danach ein File hochladen und es Pedelt sich immer zwischen 100-118 MB/s...


Viel Spass beim Umsetzen... 








Kommentare:

Ragnar hat gesagt…

Sehr schön gelöst! Ich hab mir auch so einen N40L mit 8GB als NAS hingeparkt und werde zunächst den Win Svr2008R2 testen uns ggf. auf ESXi v5 ausweichen, weil ich sonst den RAM net vollbekomm :-)
Was fährst du da noch drauf? Gruß ausm Norden, Ragnar

Fabio Pongan hat gesagt…

Hi Ragnar.. Wups.. Hab Dich ganz vergessen.. :( Sorry..

Bei mir läuft der als normales NAS.. Mich reitzt es halt immer wieder, versuchen das maximale rauszuholen.

Kann mir gut vorstellen, wenn Du das mit dem iSCSI machen willst. Lach genau :) Die RAMS :)

Was auch genial ginge, wäre ein UBUNTU mit NFS aufzusetzen.. In knapp 1h hast Du alles sauber konfiguriert. :)

LG Fabio

Fabio Pongan hat gesagt…

Beim iSCSI auf Windows 2008 R2 mit je einmal RAID1, bekam ich ordentliche Zugriffs und Lesezeiten.. :)

Musst dann das iSCSI den Cache (kann mich nicht gerade erinnern welche Einstellung es war (namentlich). Setzte dies runter auf 6 anstatt 10 oder 12.. Dann fetzt die Kiste.. :)

Gutes Gelingen.. Gruss

madd hat gesagt…

Hey,
Gibt es irgendeine Möglichkeit die Festplatten, wenn sie im Idle sind, in Standby zu schicken? 24/7 Platten online sind irgendwie schwachsinnig.

Fabio Pongan hat gesagt…

Hallo Madd

Gemäss 3ware Spindown zb... nicht.

Gemäss Anleitung nicht: ftp://tsupport:tsupport@ftp0.lsil.com/private/3Ware/doc/InstallGuide9650SE_9.5.3codeset.pdf

Gemäss Post nicht: http://mycusthelp.info/LSI/_cs/AnswerDetail.aspx?sSessionID=&inc=6074&caller=~%2fFindAnswers.aspx%3ftxtCriteria%3dspin+down%26sSessionid%3d

:-(

C64emulator hat gesagt…

Hi Fabio,
interessante Konfiguration, die ich auch haben möchte (allerdings mit Ubuntu 12.04 LTS).
Frage: kannst Du eine Aussage über den Energieverbrauch machen?
Mich würde vor allem interessieren, was ein RAID mit einem 3ware-controller mehr braucht als ein software-raid.
Gruß
Helmut.

Fabio Pongan hat gesagt…

Hallo C64Emulator :)

Also gemäss

http://www.lsi.com/downloads/Public/RAID%20Controllers/RAID%20Controllers%20Common%20Files/LSI_3ware-9650SE_PB_072309.pdf

maximal 18 Watt.. ;)